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Werbendes Verstehen ist ... ?

Geschrieben von   admin on    Februar 3, 2010

Wie man im linken Bereich auf fast allen Seiten dieser Website sehen kann, ist Google AdSense eingebunden. Korrektur: Gilt nicht mehr. Natürlich gucke auch ich mir hin und wieder an, was denn von Google AdSense, also in etwa "Werbendes Verstehen", als passend für die jeweilige Seite empfunden wird.

Dabei gibt es ein paar Kuriositäten:

  • Auf Seiten, bei denen der Begriff "CMS" fällt, werden auffällig häufig Links um das Thema Typo3 eingeblendet. Sogar bei Seiten, bei denen "Typo3" gar nicht erwähnt wird.
  • Sofern irgend etwas mit Datenbanken zu tun hat, gibt es von AdSense was zu "Oracle". Sogar, wenn die Seite "Oracle" nicht aufführt.

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber bei mir ist es so: Einerseits staune ich über die einseitige Bevorzugung bestimmter Begriffe. Andererseits ärgert es mich auch das ein oder andere Mal, diese "Bevorzung" zu sehen. Denn schließlich wird es so sein, dass AdSense den ein oder anderen in die Richtung einer bestimmten Technologie bzw. eines speziellen Anbieters unter vielen lockt. Klar, das gehört zum Geschäftsmodell von Google. Es ist aber eben diese offensichtliche Einseitigkeit, die stört. Oracle ist zwar ein bedeutender Hersteller von RDBMS, aber es gibt auch einige andere, die ich noch nie eingeblendet gesehen habe. Darunter sind auch einige gar nicht mal so schlechte! Auch als Alternative... Und Typo3 mag zwar das in Deutschland am meisten propagierte CMS sein - ich nehme an, die ständigen Einblendungen von "Typo3" beruhen auf der Analyse, dass sich jemand mit einem als "Deutsch" zu erkennen gebenden Browser die Seite anguckt - aber das ist in vielen Ländern auf diesem Planeten deutlich anders.

Also werde ich vielleicht die Google AdSense-Einbindung eines Tags auch wieder entfernen. Meine Erfahrung damit ist, dass man damit ohnehin kaum etwas verdient, wenn man nicht eine wirklich richtig gut laufende Website hat, z.B. ein bekannter Buch- oder Zeitschriftenverlag ist. Andererseits: Auch wenn ich kaum was dran verdiene, so finde ich die Einblendungen doch hin und wieder spannend und amüsant.

Wie war das noch mit der Business Intelligence? Sie soll u.a. den Umsatz ankurbeln, indem sie erkennt, wie Kunden "ticken". Es kann sein, dass es darin resultiert, dass - wie beim Paradebeispiel der Zunft - ein amerikanischer Supermarkt Bier in der Nähe von Babywindeln positioniert. Jepp, soll tatsächlich funktioniert haben. Oder aber man schlägt dem Kunden etwas passendes vor, was er noch nicht hat.

Ein schönes Beispiel wie "intelligent" sowas sein kann, ist mir mit Amazon passiert: Ich habe mir einmal ein Lehrwerk mit dem Thema "Kontrapunkt" bei Amazon bestellt. Es behandelt die Technik der Stimmführung in mehrstimmigen musikalischen Werken. Daraus muss die Business Intelligence von Amazon einen Bezug zu Johann Sebastian Bach hergestellt haben, der ja bekanntermaßen ein Meister auf dem Gebiet war. Bach hat sog. Fugen komponiert. Und Fugen, sind dass nicht diese Dinger, mit denen man am Bau so oft zu tun hat? Also Dehnungsfugen, Fugen zwischen Fliesen, etc.? Genau! Folgerichtig bekam ich von amazon.de eines Tages eine Email, die mir vorschlug "Baudichtstoffe: Erfolgreich Fugen abdichten (broschiert)" zu kaufen. Denn ich wäre bestimmt froh, dass dieses Werk erschienen ist, wo ich doch schon "Kontrapunkt - Ein Lese- und Arbeitsbuch (ebenfalls broschiert)" gekauft habe.

Das ist toll! Da wäre ich selber gar nicht drauf gekommen! Diese Business Intelligence ist schon eine prima Sache! Mehr davon! Lachend

Also lasse ich es erst einmal bei der Einbindung von Google AdSense. Will im trockenen Programmiereralltag schließlich auch mal was zu lachen haben...

PS: Dieser Artikel hatte einmal eine andere Überschrift. Es sieht ganz danach aus, als ob diese Überschrift bei Google als Spamversuch gewertet wurde. Der Pagerank hat sich nämlich plötzlich halbiert...

Waschmaschinenkäufer brauchen...

... Waschmaschinen?

Jedenfalls scheint ebay dieser Meinung zu sein: Nach dem Kauf einer Waschmaschine werden mir nun (ungefragt) Waschmaschinen zum Kauf angeboten. Ähm, aber ich habe nun doch gerade erst eine gekauft. Es mag ja Dinge geben, die man mehrfach benötigt. Zum Beispiel Socken, Unterhosen, Mineralwasser-, Wein- und Bierflaschen. Aber Waschmaschinen? Unentschlossen

Auch nett:

Amazon schlägt mit vor, Tao-Shukokairyu: The Definitive Martial Art zu kaufen, da ich ja Dojo the Definitive Guide gekauft habe. Da kommt man ins Grübeln: Könnte am Ende Dojo nicht nur ein JavaScript-Toolkit sondern auch ein Kampfsport sein? Eine kurze Recherche bestätigt: Dojo bezeichnet die Übungshallen für japanische Kampfkünste. Bei soviel maschineller Halbintelligenz wird mir aber gleich ganz anders.

Und wo bleibt, "Sie freuen sich bestimmt, dass demnächst Apfel erscheint, da Sie unlängst Glühbirne kauften!"

Wenn dass so weitergeht, wird man demnächst wohl im Kaufhaus beim Eintreten mit einer maschinellen Begrüßung empfangen werden: "Sie freuen sich bestimmt, dass Sie im 4. Stock Socken erhalten. Denn Sie haben beim letzten Besuch ja Schuhe gekauft!"

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