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Joomla adé

Geschrieben von   admin on    Januar 16, 2016

In etwa zeitgleich mit dem Höhepunkt, den Google Trends zu Joomla! aufzeichnet, nämlich 2009, begann der Einsatz von Joomla! für Kundenprojekte seitens kumarisoft. In ein paar Tagen wird nun die letzte von kumarisoft betreute Joomla!-Installation deaktiviert. Selbst wenn man ein paar Augen zudrückt, muss ich festhalten, dass ich über diesen Umstand mehr als erleichtert bin.

Was nämlich 2009 noch wie eine halbwegs gute Idee aussah, also auf Joomla! als zukunftsträchtige CMS-Plattform zu setzen, hat sich im Nachhinein mehrfach als eklatante Fehlentscheidung herausgestellt. Es wäre lästig, eine Aufstellung sämtlicher Unbillen aufzuzählen. Festhalten möchte ich aber:

  • Ein eingebautes, also natives CCK (Content Construction Kit), wie es Drupal schon seit geraumer Zeit vormacht, ist eine der vordringlichsten Hauptwünsche der Joomla!-Verwender. Dies interessiert OpenSourceMatters, also die Non-Profit-Organisation hinter Joomla!, aber nicht im geringsten. Das Joomla!-Team verweigert seit Jahren konsequent, sich auf eine konkrete Aussage zu diesem Thema festzulegen.
  • Wenn man die Veröffentlichungen z.B. des Joomla!-Magazins über die Ausgaben der vergangenen Jahre verfolgt, wird deutlich, dass vor allem eins im Vordergrund steht: Euphemistisches Gebrabbel, Hauptsache es geht nicht um praktische Dinge. Wie etwa Vergleiche, wie man im Hinblick auf die Konkurrenz dasteht. Nämlich gar nicht mal so gut.
  • Chaos in der Versionierung. Eine beim besten nicht nachvollziehbare Politik der Versionsnummernzählung.
  • Jedem armen Tropf oder Tröpfin, der/die wegen Auslaufen des Supports einer Alt-Version ein Zwangs-Umstieg auf eine der Nachfolgeversionen (besonders unrühmlich von 1.5.x auf 1.6.x) anstand, müsste eigentlich eine Entschädigung wegen ausgefallenen Haaren und anderen Dingen zustehen. Je mehr Joomla!-Websites zu betreuen waren, umso schlimmer.
  • SEF-URL-Chaos, dem auch mit Zusatzkomponeneten nicht vernünftig abgeholfen werden konnte.
  • Als hippe Neuerungen angepriesene Features hinken der Konkurrenz schon lange um mehrere Jahre hinterher.

Diese Liste könnte ich quasi endlos fortsetzen. Ich lasse es aber bei der Feststellung bewenden: Der letzte meiner Kunden, bei dem noch Joomla! eingesetzt wurde, hat sich erbarmt und stellt in Kürze die damit letzte von mir betreute Joomla!-Website ein. Applaus, Applaus, Applaus! Lachend Freudentanz! Cool

Was ich nicht geplant habe, aber eigentlich nur wie eine Bestätigung einer eigenen Entscheidung aussieht, ist, dass Jessica Dunbar, eine bekannte Joomla!-Aktivistin, nun für concrete5 arbeitet, siehe hier. kumarisoft.de läuft übrigens schon seit etlichen Jahren auf concrete5. Nachdem es davor auf Joomla! lief. Glückwunsch an Jessica Dunbar für diese weise Entscheidung!

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